Lightroom: Die besten Exporteinstellungen für Instagram 2018

Mit rund zwei Milliarden aktiven Nutzern ist Instagram längst die unangefochtene Nummer Eins der Fotosharing-Plattformen weltweit.

Ein Fakt, der im Laufe der Zeit auch immer mehr professionelle Fotografen auf den Plan rief, die hier ihre auf Hochglanz polierten Bilder kostenfrei einem breiten Publikum präsentieren können – was natürlich gänzlich der ursprünglichen Idee der App widerspricht. Denn die war, eine Plattform für rein mobile Fotografie zu sein: Vom Smartphone für Smartphones.

Es wundert also nicht, dass Instagram schon bald unter der Last stetig steigender DSLR-Exporte zusammenzubrechen drohte.

Eine Reaktion ließ folglich nicht lange auf sich warten. Denn als Unternehmen ist es natürlich Instagrams Ziel, die Dateigrößen auf ihren Servern so zu reduzieren, dass möglichst viele Bilder für wenig Geld gespeichert werden können. Um genau das zu erreichen, kommt mittlerweile ein Algorithmus zum Einsatz, der jene ressourcenhungrige Uploads gnadenlos komprimiert und kleinere Dateigrößen gegenüber der Bildqualität priorisiert.

Soweit verständlich? Gut! Doch das muss das Endergebnis nicht automatisch schlechter aussehen lassen.

Um den Algorithmus zu umgehen, besteht der Trick darin, Bilder mit bestimmten Einstellungen zu exportieren, die die Dateigrößen von vornherein klein halten – ganz ohne dabei Abstriche in der Qualität zu machen.

Wie das in Lightroom funktioniert, möchte ich dir im Folgenden erklären.

Die maximale Auflösung für Instagram

Auf Retina-Geräten verarbeitet Instagram Bilder auf zwei verschiedene Arten: Die maximale Länge auf der längsten Seite misst bis zu 1.350 Pixel bei Hochformatbildern, während die maximale Länge der längsten Seite im Querformat 1.080 Pixel nicht überschreiten darf. Ist also z.B. ein Porträt-Bild in der vertikalen Länge größer als 1.350 Pixel, besteht die Gefahr, dass es beim Upload vom Algorithmus „kaputtgerechnet“ wird. Gleiches gilt entsprechend für Landschaftsbilder; hier sollte eine horizontale Länge von 1.080 Pixeln unbedingt eingehalten werden.

Im Export-Bildschirm solltest du außerdem die Option „Nicht vergrößern“ aktivieren. Das verhindert Upscaling-Probleme, falls deine Bilder unter den genannten Abmessungen liegen.

Welche Seitenverhältnisse werden von Instagram unterstützt?

Seit August 2017 musst du dich nicht mehr auf das quadratische 1:1-Verhältnis beschränken, sondern hast jetzt vier native Seitenverhältnisse zur Auswahl:

  • Quadrat – 1:1 (maximale Länge 1.350 Pixel)
  • Landschaft – 1,91:1 (maximale Länge 1.080 Pixel)
  • Portrait – 4:5 (maximale Länge 1.350 Pixel)
  • Versatile – 4:3/3:4 (maximale Länge 1.350 Pixel im Hochformat, 1.080 Pixel im Querformat)


Das „Versatile“-Seitenverhältnis kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat verwendet werden.

Drei dieser Seitenverhältnisse (Ratios) werden in Lightrooms Crop-Funktion bereits standardmäßig angeboten. Lediglich das Verhältnis 1,91:1 musst du manuell eingeben. Wähle dafür „Benutzerdefiniert“ und gib 1,91 und 1 ein.
Seitenverhältnisse für Instagram anpassen

Welchen Farbraum soll ich verwenden?

Auch wenn du mit Farbräumen vielleicht nicht vertraut bist, wirst du den Unterschied zwischen einem perfekten Instagram-Bild und einem entsättigten, grünstichigen Etwas ausmachen können.

Der Farbraum bezieht sich auf das Spektrum von Farben, die in einem Bild dargestellt werden können. Die Wissenschaft geht da natürlich wesentlich tiefer – SLLounge hat hierzu alle Details. Um deine Bilder im Internet zu teilen, ist aber zumindest ein wenig grundlegendes Verständnis erforderlich.

Denn beim Export aus Lightroom stehen dir verschiedene Farbräume zur Verfügung. Internetbrowser oder Apps wie Instagram zeigen Bilder jedoch ausschließlich im Standardfarbraum sRGB an, weswegen du diesen auch wählen solltest. Exportierst du deine Bilder in AdobeRGB oder ProPhotoRGB, verschieben sich die Farbwerte deiner Fotos und werden farbstichig und entsättigt.

Ein leichter Farbunterschied, den du zwischen deinem Computermonitor und einem Smartphonebildschirm sehen kannst, hat wiederum mehr mit der Kalibrierung als mit Farbräumen zu tun. Hierauf hast du in diesem Fall also nicht wirklich Einfluss.

Zeit, das alles mal zusammenzufassen…

Exporteinstellungen für Instagram

Die besten Exporteinstellungen für Instagram in Lightroom
  • Stelle zunächst sicher, dass der Crop deines Bildes einem der vier nativen Seitenverhältnisse (1:1, 1,91:1, 4:5, 4:3/3:4) entspricht
  • Die Qualität solltest du auf 76% setzen – das ist etwa der algorithmische Sweetspot zwischen Dateigröße und Bildqualität
  • Dein Bildformat sollte JPEG sein
  • Der gewählte Farbraum sollte sRGB sein
  • Schärfen kannst du nach persönlichem Geschmack; ich belasse die Einstellung meist auf „Standard“
  • In der Auflösung bist du flexibel. Da du das Bild nicht drucken möchtest, kannst du hier durchaus bis auf 96ppi runtergehen


Lass mich in den Kommentaren gern wissen, ob dir diese Tipps geholfen haben oder mit welchen Einstellungen du am besten fährst.

1 Kommentar
  • Tom
    Verfasst um 12:38h, 11 April Antworten

    Hey Chris, merci für die Zusammenfassung! Genau sowas hatte ich gesucht.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.