Acht wissenswerte Fakten für deine Reise nach Neuseeland


Egal, ob es eine Entscheidung über Jahre oder wenige Wochen war: Du hast deinen Flug nach Neuseeland gebucht und fieberst nun mit Spannung deiner Reise entgegen. Einmal auf die andere Seite der Welt, in eines der atemberaubendsten Länder dieser Erde.

Bevor du nun also bald in Frodos Fußstapfen trittst, habe ich hier acht Fakten für dich, die dir auf deiner Reise ins Land der Kiwi nützlich sein könnte.

 1. Was Neuseeländer über Touristen denken

Neuseeländer gehören definitiv zu den gastfreundlichsten Menschen, die ich bisher kennenlernen durfte. Dennoch heißen nicht alle von ihnen Touristen mit offenen Armen willkommen – aus gutem Grund. Denn im Laufe der vergangenen Jahre haben leider einige wenige von „uns“ nicht gerade den besten Eindruck hinterlassen.

Wie kannst du also dazu beitragen, dieses, nunja, etwas angeknackste Touristen-Image ein wenig aufzupolieren? Zuallererst: Vergiss nie, dass du nur Gast bist und verhalte dich entsprechend. Immer. Und wenn du es nicht unbedingt für dich tust, tu‘ es wenigstens für deine Heimat. Kiwis – und diejenigen, auf die du triffst – erinnern sich durchaus daran, aus welchem Land die gut erzogenen Touristen kommen.

 2. Wetter

Man hätte nicht selten „vier Jahreszeiten an einem Tag“ zu bieten, scherzen die Einheimischen gern. Diesem Umstand wurde in den neunziger Jahren übrigens sogar ein eigener Song durch die neuseeländisch-australische Band „Crowded House“ gewidmet.

Grundsätzlich herrschen in Neuseeland ganzjährig überwiegend milde Temperaturen, wobei die Sommer etwas wärmer sind als die Winter. Aufgrund des maritimen Klimas kann sich das Wetter jedoch tatsächlich ständig und sehr schnell ändern. Manchmal eben sogar mehrfach am Tag. Stell’ dich während deiner Reise also unbedingt auf alle möglichen Wetterbedingungen ein – und zwar zu jeder Jahreszeit.

Aber: Lass dir von Mutter Natur niemals die Laune verderben! Denn viele der schönsten Fleckchen Neuseelands gewinnen gerade bei schlechtem Wetter noch einmal ungemein an Attraktivität.

Milford Sound

 3. Größe

Im direkten Vergleich mit dem benachbarten Australien wirkt Neuseeland tatsächlich winzig klein. Doch davon sollte man sich keineswegs täuschen lassen. Immerhin besitzt Neuseeland die neuntgrößte Küstenlinie der Welt. Auch kann man durchaus eine gefühlte Ewigkeit damit verbringen, von A nach B zu gelangen. Denn Orte, die auf der Karte nahe erscheinen, können durch extremes Gelände und kurvenreiche Straßen in Wirklichkeit ziemlich weit entfernt sein.

Man sollte also als Tourist ordentlich Zeit im Gepäck haben, will man wirklich alle Sehenswürdigkeiten des Landes entdecken.

Apropos „im Gepäck haben“… Neuseeland besteht größtenteils aus Landschaft. Landschaft und… richtig, Landschaft! Sofern du die Inseln mit einem eigenen Auto bereist, wirst du also zwangsläufig und größtenteils in unbewohntem Gebiet unterwegs sein. Denke daher immer an ausreichend Benzinreserven und nutze jede sich bietende Gelegenheit zum Tanken. Du wärst nicht der Erste, der am Straßenrand übernachten muss.

4. Autofahren

Das Autofahren funktioniert in Neuseeland wie überall. Fast!

Es herrscht natürlich auch hier Anschnallpflicht und du musst im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Sofern dieser kein internationaler oder nicht mindestens in englischer Sprache verfasst ist, musst du eine Übersetzung mitführen. Wie auch in Deutschland ist das Telefonieren am Steuer und das Fahren unter Alkoholeinfluss absolut tabu.

In Neuseeland fährt man links. Um es vor allem uns Europäern etwas zu erleichtern und Unfälle zu vermeiden, gibt es an vielen Straßen Schilder, die darauf hinweisen, welche Spur zu nutzen ist.

Unbedingt einzuhalten sind auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Überschreitet man diese um nur wenige km/h und wird dabei erwischt, schmälert das die Urlaubskasse direkt um einen nicht unerheblichen Betrag.

Autofahren in Neuseeland

5. Geld und Bezahlen

Insbesondere in den größeren Städten stehen dir zum Geldabheben beinahe an jeder Straßenecke ATMs aller möglichen Banken zur Verfügung. Diese solltest du nutzen, um während deiner Reise stets ausreichend Bargeld bei dir zu haben.

Zwar verfügt Neuseeland über ein flächendeckendes Kartensystem (EFTPOS), dieses ist jedoch nicht mit dem uns bekannten (u.a. Mastercard, VISA) zu verwechseln oder gar zwingend kompatibel. Während man also mittels EFTPOS und Bargeld praktisch überall zahlen kann, werden unsere Kredit- oder Debitkarten vielerorts nicht angenommen. Dort, wo sie akzeptiert werden, solltest du als Authentifizierung „Sign“ (Unterschrift) wählen – dies ist allgemein sicherer als die Eingabe deiner PIN.

6. Essen, Einkaufen und Trinkgeld

Ein wesentlicher Bestandteil deiner Reise wird zweifelsohne das Essen sein.

Als eine Nation, die vom Meer umgeben ist, wird Neuseeland praktisch ganzjährig mit frischen Meeresfrüchten verwöhnt. Welche kulinarischen Köstlichkeiten die Kiwis daraus zaubern, solltest du unbedingt mindestens einmal probieren. Du wirst es nicht bereuen!

Die Lebensmittelgeschäfte in Neuseeland ähneln dagegen denen der meisten westlichen Länder. Mit einem Unterschied: Sie sind nicht selten vier mal so groß wie bei uns der Supermarkt um die Ecke. Grundnahrungsmittel wie Kaffee, Nudeln, Eier, Brot und Getränke sind hier wesentlich günstiger, als wenn du sie in einem der zahlreichen „Convenience Stores“ kaufst, auf die du auch stoßen wirst.

Trinkgeld ist in Neuseeland übrigens nicht obligatorisch. Es ist also nicht unhöflich, nur den Rechnungsbetrag zu zahlen und anschließend zu gehen. Sofern du allerdings z.B. mit der Bedienung in einer Bar oder einem Restaurant zufrieden warst, wird diese(r) sich auch über ein kleines Trinkgeld freuen. Dieses gibt man dann üblicherweise erst beim Gehen.

Essen in Neuseeland

7. Internet

Tatsächlich hat man in Neuseeland das Gefühl, dass es sich bei „diesem Internet“ um so etwas wie eine unglaublich seltene Ressource handelt, die nur in kleinen Mengen verwendet werden darf, damit sie auch künftigen Generationen noch zur Verfügung steht. Zwar ist es nahezu in jedem Café, Restaurant oder den meisten Bars möglich, kostenfreies WiFi zu nutzen. Allerdings nur in begrenztem Rahmen. So sind die Verbindungen grundsätzlich passwortgeschützt, oftmals gähnend langsam und werden meist schon nach nur 50MB gekappt.

Das zwingt all diejenigen, die etwas größeres als eine E-Mail versenden wollen, zwangsläufig in eine der hiesigen Bibliotheken. Denn die verfügen in Neuseeland über breitbandiges Internet zum Nulltarif. Leider mutieren sie daher jedoch auch immer öfter und unfreiwillig zu Internet Cafés.

8. Deine Zeit in Neuseeland

Die beste Möglichkeit, so viel wie möglich zu sehen und aus deiner Reise nach Neuseeland herauszuholen, ist, länger zu bleiben. Logisch. Denn dieses atemberaubende Land kann man nicht in sieben Tagen erkunden. Mit viel Glück und guter Planung schaffst du es vielleicht in drei bis vier Wochen. Minimum. Viele Touristen kommen sogar mehrfach wieder und fokussieren sich dabei jedes Mal auf andere Teile des Landes. Auch das ist eine Möglichkeit.

Unterm Strich solltest du keinesfalls versuchen, soviel wie möglich in einen zu kurzen Zeitraum zu packen, sondern dich auf weniger, dafür ausgewähltere Ziele zu konzentrieren.

Glaub mir, so wird diese Reise für dich zu einer der unvergesslichsten deines Lebens.

Hast du Anmerkungen oder Ergänzungen zu diesem Beitrag? Dann freue ich mich über deinen Kommentar.

4 Kommentare
  • Thomas Wenzlaff
    Verfasst um 08:13h, 08 Januar Antworten

    Stimmt mit dem Internet. Gute Tips. Das hätte ich gern vorher gelesen 😉

  • Andrea
    Verfasst um 14:15h, 15 Januar Antworten

    Schöner Artikel! Vielen Dank für die Tipps!

  • Sandra
    Verfasst um 15:38h, 06 März Antworten

    Danke für den schönen und hilfreichen Artikel! Neuseeland war bisher noch nicht auf meiner Reiseliste, aber du hast hast es mir jetzt schmackhaft gemacht.

    • Christian Hoppe
      Verfasst um 18:04h, 06 März Antworten

      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar, Sandra! Im Grunde genommen ist Neuseeland einfach unbeschreiblich… Insofern ist natürlich auch dieser Beitrag nur ein Anriss dessen, was einen dort erwartet. Solltest Du die Reise „ans Ende der Welt“ tatsächlich eines Tages angehen, wünsche ich Dir dort schon jetzt eine unvergessliche Zeit!

      Auch Deine Website hab ich eben in aller Schnelle überflogen und mir gebookmarked. Da werde ich wohl nochmal einen genaueren Blick in ruhiger Minute drauf werfen müssen. 😉

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